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Die Bedeutung des Geburtstages

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Als Geburtstag bezeichnet der Volksmund den Jahrestag der Geburt oder den Tag der Geburt eines Menschen. Die Zählung fängt beim ersten Jahrestag der Geburt mit eins an.

Zu diesem Ereignis ist es üblich, Freunde und Verwandte einzuladen, um mit diesen gemeinsam den eigenen Geburtstag zu feiern. Für Kinder wird normalerweise noch ein zusätzlicher Kindergeburtstag gefeiert. In vielen Ländern erhält das Geburtstagskind Geburtstagsgeschenke von Verwandten und Freunden. Neben diesem Geschenkbrauch ist es üblich, dass das Geburtstagskind einen Kuchen mit Kerzen erhält. Die Kerzen symbolisieren das Alter.

Des Weiteren erhält eine Person zum Geburtstag Glückwünsche, die wenn nicht persönlich übermittelt werden können, zumeist per Post, E-Mail, Anruf oder SMS überbracht werden. Häufig wird dem Geburtstagskind auch ein Ständchen gesungen, wie etwa „Happy Birthday".

Gerade runde Geburtstage, wie 30., 40., usw. werden besonders groß gefeiert. Bei jüngeren Menschen wird vor allem der 18. Geburtstag besonders groß gefeiert.

Umgangssprachlich wird der Geburtstag in einigen Regionen Deutschlands auch Burzeltag bezeichnet.

Der Begriff Geburtstag wird häufig auch allgemein für Jubiläum verwendet, wobei es sich, wenn man es genau nimmt, um eine spezielle Form des Jubiläums handelt.

Geburtstag im Christentum

Ein konkreter Bezug zwischen Christentum und Geburtstag existiert nicht und so ist es auch nicht sehr verwunderlich, dass in der Bibel auch nur drei Geburtstagsfeiern Erwähnung finden.

  • Gen 40,20 EU: Geburtstag des Pharao, an dem dieser eine Hinrichtung und einen Freispruch verkündete.
  • 2 Makk 6,7 EU: Geburtstag des Antiochos IV, Epiphanes, an dem Juden mit Gewalt zum Opferschmaus getrieben wurden.
  • Mt 14,6 EU und Mk 6,21 EU: Geburtstag des Herodes Antipas, der zur Enthauptung des Täufers Johannes führte.

Auch das Weihnachtsfest kann als Geburtstag interpretiert werden, denn am 25. Dezember wird die Geburt Jesu gefeiert. Doch Geburtstagsfeiern zu Ehren Jesu Christi werden in der Bibel nicht erwähnt.

Unter den Katholiken konnte sich das Geburtstagsfest erst Mitte des 20. Jahrhunderts durchsetzen, denn bis dahin war es üblich, den Namenstag zu feiern. Dieser wurde zur Zeit der Reformation eingeführt, um die Verehrung der Heiligen zu popularisieren. Dies war vor allem auf die Reformer zurückzuführen, die diese Verehrung anzweifelten und unter den Evangelischen den Geburtstag einführten.

Geburtstag im Islam

Für konservativ eingestellten Muslime ist die Geburtstagsfeier ein jüdischer oder christlicher Brauch und somit verboten. Lediglich der Geburtstag Mohammeds wird gefeiert.

In anderen Strömungen wird diese Einstellung nicht vertreten und so wird z.B. der Geburtstag von Fatima bint Muhammad, der Tochter Mohammeds, als Muttertag gefeiert.